Restaurantkritik Gusto

GUSTO 2016

GUSTO  - moderne, transparente Restaurant-Kritik gibt uns 5 von 10 Pfannen und schreibt:

"Es wundert uns überhaupt nicht, dass das Restaurant in dem Klinkerbau nahe des Norddeichs, wo in maritimer Landgasthof-Atmosphäre das Beste von Deich und Meer aufgetischt wird, immer gut besucht ist. Es hat sich herumgesprochen, dass Maximilian Eberleh hier schon seit Jahren eindrucksvoll beweist, dass man mit Sorgfalt und Können auch ohne Gourmetanspruch aus den heimischen Produkten eine attraktive Küche zu äußerst moderaten Preisen bieten kann. So offeriert der sympathische Gastgeber, der unter anderem bei Harald Wohlfahrt in die Geheimnisse der Grande cuisine eingeweiht wurde, im eigenen Restaurant genau jene feine, gutbürgerliche Regionalküche, die man sich so oft wünsch und nur so selten zu sehen bekommt. Statt auf aufwendige Telleroptik und exclusive Edelprodukten gibt es hier viel Geschmack, Qualität und Frische zu moderaten Tarifen. Da erwartet man auch kein Amuse bouche, das man auch nicht bekommt - stattdessen gutes Brot und schmackhaften Aufstrich (zuletzt Apfel-Rote Bete) als kleine Geste aus der Küche, die nicht nur - aber auch - viel Maritimes zu bieten hat. Als Signature-Dish empfehlen wir immer gern den "Fischmarkt des Tages als Salat" - ein Sammelsurium verschiedener, tagesfrischer Meerestiere, die immer sehr schmackhaft und individuell punktgenau zubereitet um einen Salat herum angerichtet sind und von einem gehaltvollen, aber eleganten Fisch- oder Krustentierschaum aromatisiert werden.      

Beim letzten Mal probierten wir unter anderem auch eine Vorspeisenvariation mit verschiedenen vom Land und aus dem Wasser wobei hier lediglich eine saftige Seezungenroulade das Maritime repräsentierte und die Deichlandschaftvon Kalb (säuerlich-mild abgeschmecktes Vitello tonato), Lamm (gebratener Rücken auf Tomatenmarmelade) und Kürbis (als Ravioli-Füllung) vertreten wurde. Und wenn die große Wandtafel, auf der die Tagesempfehlungen aufgelistet sind, eine Paté von der Deichlammleber offeriert, sollte man unbedingt zuschlagen. Wir bekamen die geschmackssatte, festcremig - zarte Pastete, deren Originalrezept aus Südafrika stammen soll (dort allerdings  traditionell aus Antilope zubereitet!) mit einer Schicht Rhabarbergelee das ein adäquates Maß an Frucht und Säure beisteuern konnte.

Da wir den auf der Tageskarte offerierten in Sesam gebratenen Thunfisch mit Wasabi-Kartoffelpürre schon im letzten Jahr probiert hatten und die Flunder mit Garnelenkrusteso oder so ähnlich auch schon kannten, sollte es diesmal zum Hauptgang das BBQ - Landschwein mit Spitzkohl - Linsengemüse und Rosmarinkartoffeln sein. Das bot zwar nur sehr dezent das charakteristische süßliche Rauch- und Würzflavour auf, stellte  aber ansonsten ein handwerklich wie geschmacklich sehr solide zubereitetes Gericht auf 5-Pfannen - Niveau dar".

Kontakt

Gerne stehen wir Ihnen für Ihre Anfragen und Reservierungen zur Verfügung